

WILLY-BRANDT-GESAMTSCHULE ÜBACH-PALENBERG

Pablo Picasso
Wir entwickeln ein gemeinsames Kulturleitbild im Lebensraum Schule und fördern die Entfaltung des individuellen und gesellschaftlichen Zusammenlebens, indem wir künstlerisch-kulturelle Arbeitsweisen gemeinsam mit Künstlerinnen und Künstlern unterschiedlicher Ausrichtungen unterrichtlich wie außerunterrichtlich erproben, evaluieren und fest verankern.
Die Willy-Brandt-Gesamtschule Übach-Palenberg besteht im Jahr 2026 seit 35 Jahren. Sie ist von der Klasse 5 – 10 vierzügig und hat mit der EF, QI und QII eine dreizügige Oberstufe, wodurch den Schülerinnen und Schülern alle Schulabschlüsse inklusive dem Abitur nach G9 ermöglicht werden. Die Schülerschaft setzt sich derzeit aus 765 Schülerinnen und Schülern von der 5. bis zur 13. Klasse zusammen. Sie werden von 65 Lehrkräften unterrichtet.
Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit der WBG Übach-Palenberg ist die individuelle Förderung der Lernenden verbunden mit einer intensiven Beratungsarbeit. Die Entwicklung und Förderung der Sozialkompetenzen stellen das Fundament für das Miteinander und Voneinander Lernen dar. Zentrale Schwerpunkte wie das Methoden-, Team- und Sozialtraining und die Beteiligung der Schülerinnen und Schüler an der pädagogischen Arbeit durch eine aktive Schülervertretung und Programme wie „Schüler helfen Schülern“ zeichnen die Willy-Brandt-Gesamtschule besonders aus und ermöglichen eine
Verknüpfung mit kultureller Bildung, die Chancengerechtigkeit, kulturelle Teilhabe und individuelle Förderung impliziert.
Bedingt durch die ländliche Lage der Region ist das kulturelle Angebot in Übach-Palenberg begrenzt und soll durch Kooperationen in nahegelegenen Städten erweitert werden. Die Willy-Brandt-Gesamtschule verfolgt gerade deshalb das Ziel, ihren Schülerinnen und Schülern Kultur aktiv und bewusst unter anderem in den Bereichen Tanz, Musik, Theater und Kunst näherzubringen. Dies tut die stets vor dem Hintergrund, dass sie Räume zur Erfahrung, Begegnung und Erprobung eröffnet. Dabei arbeiten Lehrkräfte und Künstlerinnen sowie Künstler gemeinsam sowohl projektorientiert als auch im Rahmen des Fachunterrichts miteinander, um kulturell-ästhetische Bildung erfahrbar zu machen. Beispielwiese finden Kooperationen im Rahmen des Programms „Kultur und Schule“ regelmäßig mit der Übach-Palenberger Tanzschule „Traumkarussell“ statt.
Das übergeordnete Ziel der Willy-Brandt-Gesamtschule im Rahmen der kulturellen Schulentwicklung stellt die Verankerung und Verstetigung kultureller Angebote im Schulprogramm dar, um Kontinuität und Transparenz für die Lehrenden und Lernenden zu gewährleisten. So soll Kultur als Bereicherung und infolgedessen Selbstverständlichkeit von allen Beteiligten im Lebensraum Schule verstanden werden.
Der Lebensraum Schule nimmt auf individueller Ebene erheblichen Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler. Im Sinne der kulturellen Bildung verfolgt die Willy-Brandt-Gesamtschule das Ziel, ihren Schülerinnen und Schülern sowohl kulturelle als auch künstlerische Erfahrungsräume zu eröffnen, Neugier für künstlerische Aktivitäten zu wecken Kenntnisse über Kunst und Kultur zu vermitteln. Kulturelle Projekte stellen neben dem kognitiven Lernen das kreative Lernen in den Vordergrund und ermöglichen es Jugendlichen unter anderem, sich selbst auszuprobieren, eigene Stärken zu erfahren, das eigene Auftreten zu erproben und Ängste abzubauen. Im Sinne der Partizipation der Lernenden der WBG Übach-Palenberg möchten wir unseren Schülerinnen und Schülern mithilfe kultureller Angebote eine Stimme geben und ihre Identität stärken.
AufgemeinschaftlicherEbenebietetKulturdieMöglichkeit,außerhalbdesklassischenUnterrichtssozialinteragierenzukönnen,umdieFörderungsozialerKompetenzenwieEmpathie,Respekt,ToleranzundTeamfähigkeitzuunterstützen.
Neben den genannten individuellen und sozialen Zielen unterstützt die kulturelle Bildung die folgenden pädagogischen Entwicklungsziele:
Bildung ohne Beziehung ist im schulischen Bereich kaum denkbar. Wenn es darum geht, vor allem nachhaltige Bildungsprozesse zu initiieren, dann muss allen Beteiligten im Lebensraum Schule bewusst sein, dass eine positive Beziehung zueinander (Lernende-Lernende wie auch Lernende-Lehrende) von zentraler Bedeutung für gelingende Unterrichtsprozesse und auch außerschulische Angebote darstellt. Aufgrund dessen möchte die Willy-Brandt-Gesamtschule Übach-Palenberg kulturelle Bildung auf die Förderung der bereits genannten sozialer Kompetenzen sowie der Stärkung des Gemeinschaftsgefühls ausrichten und dabei auch fächerübergreifend arbeiten.
Vor allem die kulturellen Bereiche Theater und Tanz bieten diverse Möglichkeiten, Schülerinnen und Schülern Kompetenzen zu vermitteln, die sie dazu befähigen, Konfliktsituationen souverän zu begegnen. Das große Interesse der Lernenden an darstellendem Spiel und die Gelegenheit, den Umgang mit Emotionen und Körperwahrnehmung zu trainieren, können die Bereiche Tanz und Theater bei gezieltem Einsatz vereinbaren.
Jedem Kind einen individuellen Zugang zu Bildung zu verschaffen bzw. jedes Kind willkommen zu heißen ist für Gesamtschulen selbstverständlich. Die daraus entstehende Heterogenität der Lerngruppen, welche viele verschiedene Lerntypen inkludiert, führt sowohl zu zahlreichen positiven Lern- und Synergieeffekten. Kulturell-ästhetische Bildung kann Möglichkeiten eröffnen, die Lernfreude, positive Lernatmosphäre und Chancengleichheit implizieren.